Sicherheitsupdates: Sofort, spätestens innerhalb von 24-48 Stunden. Reguläre Updates: Mindestens einmal pro Woche prüfen und zeitnah einspielen. Minor Core Updates können automatisch laufen.

WordPress Update: So hältst du deine Website sicher und aktuell
WordPress Updates sind das A und O für eine sichere und schnelle Website. Doch viele Website-Betreiber schieben sie vor sich her – aus Angst, etwas kaputt zu machen. In diesem Guide zeigen wir dir, wie du Updates richtig durchführst und welche Fehler du vermeiden solltest.
Das Wichtigste vorab: 90% aller gehackten WordPress-Seiten hatten veraltete Software. Regelmäßige Updates sind der beste Schutz vor Angriffen.
Warum sind WordPress Updates so wichtig?
Jedes WordPress Update bringt drei wesentliche Verbesserungen:
1. Sicherheit: Updates schließen bekannte Sicherheitslücken. Sobald ein Patch veröffentlicht wird, wissen auch Hacker von der Lücke – und suchen gezielt nach ungepatchten Seiten.
2. Performance: Neue Versionen bringen oft Geschwindigkeitsverbesserungen. WordPress 6.x ist deutlich schneller als ältere Versionen.
3. Kompatibilität: Plugins und Themes werden für aktuelle WordPress-Versionen entwickelt. Veraltete Installationen führen zu Inkompatibilitäten.
Mehr zum Thema Absicherung findest du in unserem WordPress Sicherheit Guide.
Die 4 Arten von WordPress Updates
1. WordPress Core Updates
Das Herzstück deiner Installation. Es gibt zwei Arten:
Minor Updates (z.B. 6.4.1 → 6.4.2):
Sicherheits- und Bugfixes. Werden standardmäßig automatisch installiert. Risiko: minimal.
Major Updates (z.B. 6.4 → 6.5):
Neue Features und größere Änderungen. Sollten manuell nach einem Backup eingespielt werden.
Alle Release Notes findest du auf wordpress.org/news.
2. Plugin Updates
Plugins sind die häufigste Schwachstelle. Jedes installierte Plugin erweitert die Angriffsfläche. Deshalb gilt:
- Nur Plugins installieren, die du wirklich brauchst
- Ungenutzte Plugins löschen (nicht nur deaktivieren!)
- Updates zeitnah einspielen – besonders bei Sicherheitsplugins wie Wordfence
3. Theme Updates
Auch Themes können Sicherheitslücken enthalten. Wichtig: Bei Child-Themes gehen deine Anpassungen nicht verloren. Bei Parent-Theme-Änderungen solltest du vorher ein Backup machen.
4. PHP Updates
PHP ist die Programmiersprache hinter WordPress. Eine veraltete PHP-Version ist ein Sicherheitsrisiko und bremst deine Seite aus.
Aktuelle Empfehlung: Mindestens PHP 8.1 oder 8.2
Die PHP-Version änderst du in deinem Hosting-Panel (z.B. Plesk, cPanel). Vorher prüfen ob Plugins kompatibel sind – die meisten modernen Plugins unterstützen PHP 8.x.
WordPress Update durchführen: Schritt für Schritt
Schritt 1: Backup erstellen
Vor jedem größeren Update: Backup! Falls etwas schiefgeht, kannst du in Minuten zurück.
Empfohlen: UpdraftPlus (kostenlos, automatische Cloud-Backups)
Mehr dazu in unserer WordPress Wartung Checkliste.
Schritt 2: Richtige Reihenfolge beachten
Die optimale Update-Reihenfolge:
- Plugins – eins nach dem anderen, nach jedem kurz testen
- Theme – besonders bei gekauften Themes auf Kompatibilität achten
- WordPress Core – als letztes, weil es die größten Änderungen bringt
Tipp: Aktualisiere nie mehrere Plugins gleichzeitig. Wenn danach etwas nicht funktioniert, weißt du nicht welches Plugin schuld ist.
Schritt 3: Testen nach dem Update
Nach jedem Update kurz prüfen:
- Lädt die Startseite korrekt?
- Funktionieren wichtige Formulare?
- Sind Bilder und Medien sichtbar?
- Gibt es Fehlermeldungen im Frontend?
Bei Shops: Testbestellung durchführen!
Automatische WordPress Updates: Besser nicht!
WordPress kann Updates automatisch installieren. Aber ist das eine gute Idee?
Warum wir von Auto-Updates abraten
Klingt praktisch, ist aber riskant: Aus unserer langjährigen Erfahrung als WordPress-Agentur wissen wir, dass automatische Updates regelmäßig zu Problemen führen.
Die häufigsten Ursachen:
- Plugin-Kompatibilitätsprobleme nach Updates
- Theme-Konflikte mit neuen WordPress-Versionen
- Funktionen die plötzlich nicht mehr gehen
- Weiße Seite ohne Vorwarnung
Unsere klare Empfehlung: Lieber manuell updaten mit Backup, als automatisch und dann Probleme beheben müssen.
Unsere Empfehlung: Manuell mit System
✅ Wöchentlich im Dashboard nach Updates schauen
✅ Vor jedem Update ein Backup erstellen
✅ Plugins einzeln updaten und testen
✅ Bei größeren Updates: Erst auf Staging-Umgebung testen
Ja, das kostet Zeit. Aber weniger als eine kaputte Website zu reparieren.
Automatische Updates deaktivieren
Um automatische Core-Updates zu deaktivieren, füge diese Zeile in die wp-config.php ein:
define( ‚WP_AUTO_UPDATE_CORE‘, false );
Für Plugins: Im Dashboard unter Plugins → beim jeweiligen Plugin „Automatische Aktualisierungen deaktivieren“ klicken.
Ausnahme: Sicherheits-Plugins wie Wordfence dürfen automatisch updaten – Sicherheitslücken in Sicherheits-Plugins sind besonders kritisch.
WordPress Update Probleme: Häufige Fehler und Lösungen
„Briefly unavailable for scheduled maintenance“
Diese Meldung erscheint wenn ein Update unterbrochen wurde. Lösung: Per FTP die Datei .maintenance im Root-Verzeichnis löschen.
Weiße Seite (White Screen of Death)
Meist ein Plugin-Konflikt. Lösung:
- Per FTP in /wp-content/plugins/ gehen
- Den Ordner des zuletzt aktualisierten Plugins umbenennen
- Seite neu laden
- Plugin löschen oder auf Update vom Entwickler warten
Update rückgängig machen
Wenn nach dem Update nichts mehr geht: Backup einspielen! Deshalb ist das Backup vor dem Update so wichtig.
Alternativ: Das Plugin WP Rollback erlaubt es, auf ältere Versionen zurückzugehen.
WordPress Update Service: Lohnt sich das?
Updates selbst zu machen ist machbar – wenn du die Zeit dafür hast und weißt was du tust. Bei Business-kritischen Websites oder wenn du einfach Besseres mit deiner Zeit anfangen kannst, lohnt sich ein professioneller WordPress Update Service.
Ein guter Service kümmert sich um: • Regelmäßige Updates (Core, Plugins, Themes) • Backups vor jedem Update • Testing nach Updates • Schnelle Reaktion bei Problemen
Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel Was kostet WordPress Wartung?
Fazit: Updates sind Pflicht, nicht Kür
Regelmäßige WordPress Updates sind der wichtigste Schutz für deine Website. Mit der richtigen Vorbereitung (Backup!) und Reihenfolge gehst du kein Risiko ein. Automatische Updates für Minor-Releases sind sinnvoll – Major Updates solltest du kontrolliert durchführen.
Keine Zeit oder Lust auf Update-Stress? Unsere WordPress Wartungspakete übernehmen das für dich – inklusive Backups, Updates und Sicherheits-Monitoring ab 100€/Monat.
Häufige Fragen zu WordPress Updates
Wie oft sollte ich WordPress updaten?
Kann ein WordPress Update meine Seite kaputt machen?
Ja, das ist möglich – besonders bei Plugin-Konflikten oder inkompatiblen Themes. Deshalb vor jedem größeren Update ein Backup erstellen. Mit Backup kannst du jeden Fehler in Minuten rückgängig machen.
Soll ich automatische Updates aktivieren?
Unsere klare Empfehlung: Nein. Aus langjähriger Erfahrung wissen wir, dass automatische Updates regelmäßig zu Plugin-Konflikten und Kompatibilitätsproblemen führen. Lieber wöchentlich manuell updaten mit Backup als eine kaputte Website reparieren zu müssen. Ausnahme: Sicherheits-Plugins dürfen automatisch updaten.
Welche PHP-Version braucht WordPress?
WordPress empfiehlt mindestens PHP 7.4, optimal ist PHP 8.1 oder 8.2. Ältere PHP-Versionen (7.3 und älter) erhalten keine Sicherheitsupdates mehr und sollten dringend aktualisiert werden.
Was kostet ein WordPress Update Service?
Professionelle WordPress Wartung mit regelmäßigen Updates, Backups und Support gibt es ab ca. 50-150€ pro Monat, je nach Umfang. Bei uns starten die Pakete bei 100€/Monat inklusive Updates, Backups und Sicherheits-Monitoring.
Wie mache ich ein WordPress Update rückgängig?
Am einfachsten: Backup einspielen. Alternativ kannst du mit dem Plugin WP Rollback einzelne Plugins auf ältere Versionen zurücksetzen.
Falls gar nichts mehr geht: Lade dir eine ältere WordPress-Version herunter und tausche alle Dateien außer den Ordner /wp-content und wp-config.php manuell aus.


