Für die meisten Websites empfehlen wir UpdraftPlus. Es ist kostenlos, einfach zu bedienen und bietet direkte Cloud-Anbindung. Für größere Projekte oder Staging-Funktionen ist WPvivid eine gute Alternative.

WordPress Backup erstellen: Die komplette Anleitung
Ein WordPress Backup ist deine Lebensversicherung. Server-Crash, Hackerangriff, fehlgeschlagenes Update – ohne Sicherung kann jahrelange Arbeit in Sekunden verloren sein. In diesem Guide zeigen wir dir, wie du deine WordPress-Website richtig sicherst.
Das Wichtigste vorab: Mit der 3-2-1 Backup-Regel und einem guten Plugin ist deine Website in 15 Minuten abgesichert. Automatische Backups laufen dann im Hintergrund – du musst nie wieder daran denken.
Warum sind WordPress Backups so wichtig?
Daten können schneller weg sein als du denkst:
- Hackerangriffe: WordPress ist das beliebteste Ziel für Hacker. Ohne Backup heißt das oft: Website komplett neu aufbauen. Lies unseren Notfall-Guide wenn deine Seite gehackt wurde.
- Fehlgeschlagene Updates: Ein WordPress Update kann schiefgehen – besonders bei Plugin-Konflikten.
- Eigene Fehler: Mal eben was gelöscht, was wichtig war? Passiert den Besten.
- Server-Probleme: Hardware-Defekte, Hoster-Ausfälle, Datenbankfehler.
Die Wiederherstellung einer Website ohne Backup kostet leicht 1.000-5.000€ – wenn sie überhaupt möglich ist. Zum Vergleich: Regelmäßige WordPress Wartung kostet einen Bruchteil davon. Ein automatisches Backup einrichten? 0€ und 15 Minuten.
Die 3-2-1 Backup-Regel
Profis (und wir bei unseren Kunden-Websites) nutzen die 3-2-1 Regel:
- 3 Kopien deiner Daten
- 2 verschiedene Speichermedien (z.B. Server + Cloud)
- 1 Kopie extern (nicht beim gleichen Hoster!)
Warum extern? Wenn dein Hoster ein Problem hat (Feuer im Rechenzentrum, Insolvenz, Hack), sind lokale Backups mitbetroffen. Eine Kopie bei Google Drive, Dropbox oder einem anderen Cloud-Dienst ist Pflicht.
WordPress Backup Plugin: Die besten Optionen
Es gibt dutzende Backup-Plugins. Diese drei haben sich in der Praxis bewährt:
1. UpdraftPlus (Empfehlung)
UpdraftPlus ist mit über 3 Millionen aktiven Installationen das beliebteste WordPress Backup Plugin – zurecht.
Vorteile: Kostenlose Version reicht, automatische Backups, Cloud-Anbindung (Google Drive, Dropbox, OneDrive), Ein-Klick-Wiederherstellung.
Nachteile: Inkrementelle Backups nur Premium. Preis: Kostenlos, Premium ab 70$/Jahr
2. WPvivid Backup
WPvivid ist die beste kostenlose Alternative zu UpdraftPlus.
Vorteile: Mehr Features in Free-Version, Staging-Funktion, Migration integriert.
Nachteile: Weniger bekannt, Interface nicht ganz so intuitiv. Preis: Kostenlos, Pro ab 49$/Jahr
3. BackWPup
BackWPup ist eine weitere gestandene Option.
Vorteile: DSGVO-freundlich, viele Speicherziele.
Nachteile: Wiederherstellung in Free-Version umständlich. Preis: Kostenlos, Pro ab 69€/Jahr
Unsere Empfehlung: UpdraftPlus (kostenlose Version) mit Google Drive als Speicherziel. Einfach einzurichten, zuverlässig, Ein-Klick-Wiederherstellung.
WordPress Backup erstellen: Schritt-für-Schritt
So richtest du automatische Backups mit UpdraftPlus ein:
Schritt 1: Plugin installieren
- Im WordPress-Backend zu Plugins → Installieren
- Nach „UpdraftPlus“ suchen
- Jetzt installieren und Aktivieren
Schritt 2: Cloud-Speicher verbinden
- Gehe zu Einstellungen → UpdraftPlus Backups
- Tab „Einstellungen“ → Wähle externen Speicher (z.B. Google Drive)
- Mit Google authentifizieren und Einstellungen speichern
Schritt 3: Backup-Zeitplan festlegen
- Dateien-Sicherungsplan: Wöchentlich (bei aktiven Blogs: täglich)
- Datenbank-Sicherungsplan: Täglich (ändert sich häufiger)
- Anzahl aufzubewahrende Backups: Mindestens 4
Schritt 4: Erstes Backup erstellen
- Tab „Backup / Wiederherstellung“ → Jetzt sichern
- „Sende Backup zur externen Speicherung“ wählen
- Warten bis abgeschlossen, in Google Drive prüfen
Fertig! Ab jetzt läuft alles automatisch.
Wie oft sollte ich ein Backup machen?
- Blog mit täglichen Posts: Täglich
- Unternehmenswebsite: Wöchentlich
- WooCommerce-Shop: Täglich (Bestelldaten!)
- Portfolio / Visitenkarte: Monatlich
Faustregel: Wie viel Arbeit kannst du dir leisten zu verlieren?
Wichtig zur Backup-Frequenz: Die Datenbank sollte IMMER täglich gesichert werden – das geht schnell und enthält alle Inhalte. Das Dateisystem (Themes, Plugins, Uploads) kann je nach Website wöchentlich gesichert werden, da sich hier weniger ändert.
Backup beim Hoster: Reicht das?
Viele Hoster bieten automatische Backups an. Jein. Hoster-Backups sind besser als nichts, haben aber Nachteile:
- Nicht immer extern gespeichert – bei Server-Problemen ggf. auch weg
- Kürzere Aufbewahrung – oft nur 7-14 Tage
- Wiederherstellung dauert – Support-Ticket, Wartezeit
Unser Rat: Hoster-Backup als zusätzliche Absicherung, aber nicht als einzige.
WordPress Backup: Häufige Fehler vermeiden
- Backup nur lokal auf dem Server – Immer externe Speicherung nutzen!
- Nie getestet – Ein Backup, das sich nicht wiederherstellen lässt, ist wertlos.
- Zu alte Backups – Automatische Backups einrichten und vergessen.
- Nur Datenbank gesichert – Auch Themes, Plugins und Uploads (Bilder) sichern!
- Backup-Plugin nicht aktuell – Auch Backup-Plugins brauchen Updates
Fazit: 15 Minuten für deine Sicherheit
Ein WordPress Backup einzurichten dauert keine 15 Minuten – und kann dir tausende Euro und Nerven sparen.
Die wichtigsten Takeaways:
- 3-2-1 Regel: 3 Kopien, 2 Medien, 1 extern
- Automatische Backups einrichten (täglich bis wöchentlich)
- Datenbank öfter sichern als Dateien
- Wiederherstellung einmal testen
- Hoster-Backup ist kein Ersatz, nur Ergänzung
Keine Lust, dich selbst um Backups zu kümmern? Mit unserem WordPress Wartungsvertrag übernehmen wir das – inklusive täglicher Backups mit externer Speicherung. Kontaktiere uns für ein unverbindliches Angebot.
Backups sind nur ein Teil der WordPress-Wartung. Für einen vollständigen Überblick aller wichtigen Aufgaben, lade unsere WordPress Wartung Checkliste als PDF herunter.
FAQ: WordPress Backup
Welches WordPress Backup Plugin ist das beste?
Wie oft sollte ich ein WordPress Backup erstellen?
Das hängt davon ab, wie oft sich deine Website ändert. Bei aktiven Blogs oder Shops: täglich. Bei statischen Unternehmenswebsites: wöchentlich. Die Datenbank sollte immer häufiger gesichert werden als die Dateien.
Kann ich WordPress auch ohne Plugin sichern?
Ja, manuell über FTP (Dateien) und phpMyAdmin (Datenbank). Das ist aber aufwändiger und fehleranfällig. Für regelmäßige Backups empfehlen wir ein Plugin mit automatischem Zeitplan.
Wo sollte ich mein WordPress Backup speichern?
Niemals nur auf dem gleichen Server! Nutze externe Speicherorte wie Google Drive, Dropbox, OneDrive oder Amazon S3. So bist du auch bei Server-Problemen abgesichert.
Reicht das Backup von meinem Hoster?
Als einzige Sicherung: nein. Hoster-Backups sind oft nur kurz verfügbar und nicht extern gespeichert. Nutze sie als Ergänzung, aber richte zusätzlich eigene Backups mit externer Speicherung ein.


